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Projekttitel: SMaDA
Projekttitel: SMaDA
Langtitel: Smart Metering und Datenschutz in Österreich
Projektstatus / -laufzeit: 01/2010 - 09/2010
Projektpartner:
- Verein Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität Linz
Auftraggeber:
- FFG
Projektinhalt:
Aufgrund der Auswirkungen einer ständig steigenden Energienachfrage besteht die Notwendigkeit, die Endenergieeffizienz in der EU zu steigern und die Energienachfrage zu steuern. Die EU verpflichtete daher die Mitgliedstaaten durch die Richtlinie über Endenergieeffizienz und Energiedienstleistungen (Richtlinie 2006/32/EG) zu einer Einsparung an Endenergie von 9% für den Zeitraum 2008 bis 2016 in Bezug auf den durchschnittlichen Endenergieverbrauch des Vergleichszeitraumes 2001 bis 2005. Erreicht werden soll dieses Ziel durch verschiedene Energiemaßnahmen, z.B. auch durch intelligente Verbrauchsmesssysteme, welche es dem Endkunden ermöglichen, seinen tatsächlichen Energieverbrauch in viertelstündlichen Zeitintervallen zu erfahren. Auch durch das 3. Liberalisierungspaket der EU, welches im September 2009 in Kraft getreten ist, wurde die Einführung von Smart Metering sowohl im Elektrizitäts- als auch im Gasbereich in der EU verpflichtend vorgesehen. So müssen bis zum Jahr 2020 mindestens 80% aller Verbraucher mit Smart Metern im Strombereich ausgestattet sein. Für die Einführung von Smart Metern im Gasbereich ist hingegen noch kein Planungsziel vorgesehen. Obwohl es derzeit weder nationale gesetzliche Regelungen noch einheitliche Standards für die Einführung von Smart Metering gibt, wird Smart Metering in Österreich im Strombereich bereits eingesetzt (das zur Zeit größte Pilotprojekt wird von den AutorInnen wissenschaftlich begleitet). Auch wenn von der Einführung dieser neuen Generation von Messsystemen sowohl Netzbetreiber als auch Endverbraucher profitieren, dürfen die Schwachstellen dieser neuen Technologie nicht übersehen werden. Denn durch die Möglichkeit der sekundengenauen Auslesung kann der Endverbraucher sehr genau überwacht werden. Das bisher dazu publizierte Gutachten der Universität Tilburg (NL) kam zum Ergebnis, dass die verpflichtende Einführung von Smart Metering der Europäischen Konvention für Menschenrechte widerspricht. Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz in Schleswig-Holstein sah in einer verpflichtenden Einführung von Smart Metering ebenso einen Widerspruch gegen das deutsche Datenschutzgesetz. Das vorliegende Forschungsprojekt wird daher die Vereinbarkeit der verschiedenen Funktionen von Smart Metern in Österreich mit dem bestehenden Datenschutzgesetz analysieren sowie Lösungswege und -strategien sowie Kriterien erarbeiten, die eine gesetzeskonforme Einführung von Smart Metering in Österreich ermöglichen. Weiters werden aber auch etwaige Gesetzesänderungsvorschläge (ElWOG, GWG, Systemnutzungstarife-Verordnungen, MEG,…) ausgearbeitet, die notwendig sind, um Smart Metering mit all seinen Funktionen in Österreich einzuführen.

