Logo: ENERGIEINSTITUT LINZ
Kopfgrafik energyefficiency.at

Inhalt Rechts

Rechte optische Spalte

Dritte Spalte

Inhalt Mitte

Hauptinhalt

Blackouts in Österreich

 

logo blacko1u2
 

Zur effizienten Bearbeitung des Themas wird „Blackouts in Österreich“ in zwei Teilen durchgeführt. Der erste Teil – BlackÖ.1 – wurde im August 2011 abgeschlossen und die Resultate stehen am Ende dieser Seite zum Download zur Verfügung. Der zweite Teil – BlackÖ.2 – wird derzeit bearbeitet und voraussichtlich 12/2014 abgeschlossen.


 
Langtitel: Blackouts in Österreich Teil I – Analyse der Schadenskosten, Betroffenenstruktur und Wahrscheinlichkeiten großflächiger Stromausfälle

Projektstatus: abgeschlossen (07/2009 - 08/2011)

Projektpartner:  
- Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität Linz (Projektleitung)
- Institut für elektrische Anlagen - TU Wien
- Linz Strom Netz GmbH
- Wien Energie Stromnetz GmbH
- Verbund- Austrian Power Grid GmbH
- Industriellenvereinigung
- Wirtschaftskammern Österreich
- Bundeskanzleramt der Republik Österreich

Auftraggeber:
- Kiras -Sicherheitsforschung - Technologieprogramm des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie

Projektinhalt:
Das Projekt „Blackouts in Österreich“ analysiert die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen von großflächigen Ausfällen im österreichischen Stromnetz. Kleinere bis mittelgroße Stromausfälle treten in Österreich ungefähr 10.000 mal im Jahr auf. Diese Unterbrechungen sind meist lokal begrenzt und dauern durchschnittlich etwa 70 Minuten. Die zunehmende Belastung der Netze bei einem gleichzeitig zu geringen Ausbau der Infrastruktur lassen die Wahrscheinlichkeit großflächiger Ausfälle mit katastrophalen Auswirkungen für die heimische Wirtschaft und Bevölkerung jedoch immer stärker steigen. Während frühere Studien (Brauner, 2003; Reichl et al. 2006) nur Indizien für das Ausmaß und die Kosten derartiger großflächiger Stromausfälle geben konnten, wird der erste Teil des Projekts „Blackouts in Österreich“ eine hinsichtlich des Detailgrads sowohl für Österreich als auch im europäischen Raum einzigartige Bottom-up Analyse der Schadenskosten, der Betroffenenstruktur und der Wahrscheinlichkeiten großflächiger Stromausfälle erarbeiten.

Das durchführende Konsortium umfasst Experten aus den Wissenschaftsbereichen Technik, Statistik, Volkswirtschaft und den Sozialwissenschaften. Die Analysen werden unter Einbindung der Konsumenten des Gutes „Versorgungssicherheit“ sowie Verantwortlicher im Bereich der Netzinfrastruktur geplant, durchgeführt und evaluiert und damit eine umfassende, ausgewogene und der wissenschaftlichen Exzellenz entsprechende Informationsbasis für die Entscheidungsträger auf allen Ebenen geschaffen.



logo blacko2

Langtitel: Blackouts in Österreich Teil II - Blackoutprävention und -intervention im österreichischen Stromnetz

Projektstatus: laufend (01/2013 - 12/2014)

Konsortialpartner:  
- Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität Linz (Projektleitung) 
- Institut für Energiesysteme und Elektrische Antriebe, TU Wien
- LINZ STROM Netz GmbH  
- Industriellenvereinigung   
- Energie-Control Austria 
- Austrian Power Grid AG  
- Vorarlberger Energienetze GmbH  
- Wien Energie Stromnetz GmbH  
- Cyber Security Austria  

Begleitende Partner:  
- Bundeskanzleramt Österreich  
- Bundesministerium für Inneres
- Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend

Auftraggeber:
- Kiras-Sicherheitsforschung - Technologieprogramm des Bundesministeriums für
Verkehr, Innovation und Technologie

Projektinhalt:
Struktur und Erzeugungsmix der elektrischen Energieversorgungssysteme befinden sich im Wandel. Es ist absehbar, dass die Beanspruchungen der Netze hinsichtlich Belastungen und Stabilität weiter steigen. Analysen in BlackÖ.1 zeigten, dass das Risiko von großflächigen Blackout-Ereignissen bei den für die Zukunft erwarteten höheren Netzbelastungen zunimmt und somit eine ernsthafte Gefährdung der öffentlichen Sicherheit bedeutet.

Vor allem der Ausbau und die vorrangige Netzintegration hochvolatiler Wind- und Photovoltaikanlagen sowie die prognostizierte Zunahme des inländischen Elektrizitätsverbrauchs, der europäischen Stromtransite und des notwendigen Informationsaustausches in vertikal desintegrierten Elektrizitätsversorgungsunternehmen gefährden die bisher hohe Versorgungssicherheit mit elektrischer Energie in Österreich.  

Um die Versorgungssicherheit auch in Zukunft gewährleisten zu können, müssen die Energiesysteme entsprechend dieser geänderten Rahmenbedingungen weiterentwickelt werden. Hierfür sind einerseits präventive Maßnahmen wie die Anpassung der Netze an zukünftige Belastungen und sozio-ökonomischen Ansätze nötig, andererseits sind effektive intervenierende Mechanismen und Strategien zum schnellen Krisenmanagement und Wiederaufnahme der Stromversorgung bei großflächigen Störungen erforderlich. Darüber hinaus muss auch das Bewusstsein bei den Katastrophenschutzbehörden und insbesondere bei der Bevölkerung selbst gestärkt werden, dass ein solches Szenario realistisch ist und die Bewältigung über das unmittelbare Krisenmanagement bei den Netzbetreibern hinausgehen muss. 

Wie BlackÖ.1 gezeigt hat, werden solche Maßnahmen derzeit nur in ungenügendem Umfang realisiert. Dies hat neben den finanziellen Restriktionen vor allem zwei Ursachen:

  1. Es fehlen genaue Quantifizierungen der Wirkung der  einzelnen potentiellen Maßnahmen zur Minimierung der Wahrscheinlichkeit  von großflächigen Ausfällen, was eine Selektion der effektivsten Maßnahmen  erheblich erschwert.
  2. Das Wissen, unter welchen Bedingungen die Bevölkerung  bereit ist die - teilweise mit einer Beeinträchtigung der Lebens- und  Umweltqualität einhergehenden - Maßnahmen zur Stärkung der Elektrizitäts-Versorgungssicherheit  zu unterstützen, ist nicht in ausreichendem Umfang vorhanden.

BlackÖ.2 zielt darauf ab, diese beiden Ursachen für das Fehlen ausreichender Maßnahmen-Implementierungen zu analysieren und Empfehlungen für Entscheidungsträger auf politischer Seite, sowie auf Seiten der Netzverantwortlichen, zu geben. 
 



Publizierte Resultate aus den BlackÖ Projekten:


Endbericht:

Der Endbericht von BlackÖ.1 kann hier downgeloaded werden.  

Der Endbericht von BlackÖ.2 kann hier downgeloaded werden.

Bewertungsmodell:

Im Projekt BlackÖ.1 wurde das ökonomische Bewertungsmodell APOSTEL (Austrian Power Outage Simulation Tool of Economic Losses) entwickelt und 2011 präsentiert. Auf dieses rein österreichische Bewertungsmodells aufbauend wurde in mehrjähriger Arbeit ein EU27-weites Bewertungsmodell entwickelt, das nun APOSTEL ersetzt und seit Anfang 2014 fertiggestellt ist. Auf dieses EU27-weite Tool können sie zugreifen unter www.blackout-simulator.com


Veröffentlichungen in Fachzeitschriften:

Re-focussing research efforts on the public acceptance of energy infrastructure: A critical review

A censored random coefficients model for the detection of zero willingness to pay

The value of supply security: The costs of power outages to Austrian households, firms and the public sector

Der volkswirtschaftliche Verlust durch Stromausfälle: Eine empirische Analyse für Haushalte, Unternehmen und den öffentlichen Sektor

Power Outage Cost Evaluation: Reasoning, Methods and an Application  

 

Das Projekt in den Medien:

The costs of blackouts in Europe - Bericht auf CORDIS

Artikel in der "Bezirksrundschau Linz", 03. Dezember 2014

Artikel im "Wirtschaftsblatt", 29.10.2014

Artikel in der "Kleinen Zeitung", 13. Oktober 2014 

Artikel in der "Presse", 20. September 2014   Errata: Im Artikel wird fälschlicherweise von Wien Energie berichtet. Die korrekte Bezeichnung des unbundelten Projektpartners lautet Wiener Netze.

Artikel im Magazin "Trend", Mai 2012

Artikel zur "ORF Wissenschaftssendung Newton", 19. Mai 2012

Artikel im "Kurier", 11. April 2012

Artikel im "Standard", 27. März 2012

Artikel im "Kurier", 09. November 2011

Artikel in der Wochenzeitung "Tips", November 2011

Artikel in "die Presse am Sonntag", 16. Oktober 2011


 



Kontakt:

Sollten Sie Fragen zu den Projektinhalten haben, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

 

Auftraggeber / Förderung:
Das Projekt wird innerhalb des Sicherheitsforschungs-Förderprogramm KIRAS durch das Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gefördert.

bmvit logo
 ffg logo

Kiras-Sicherheitsforschung

     


 
.

xxnoxx_zaehler