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Projekttitel: EnergieZer

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Working Paper "Bestehende Systeme Weisser Zertifikate" ist hier als pdf-Datei downloadbar (Größe: 1.96 MB; Downloads bisher: 268; Letzter Download am: 15.05.2012)


Langtitel: Möglichkeiten der Einführung von handelbaren Energieeffizienz-Zertifikaten („tradable white certificates“) in Österreich

Projektstatus: laufend; bis Herbst 2012

Projektpartner:
- Johannes Kepler Universität Linz – Institut für betriebliche und regionale Umweltwirtschaft
- Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität Linz.  

Auftraggeber:
Dieses Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des Programms „NEUE ENERGIEN 2020“ durchgeführt.

Projektinhalte:
Weiße Zertifikate sind ein modernes, in vielen Ländern Europas bereits eingesetztes Instrument zur Erhöhung der Energieeffizienz. Durch die Handelbarkeit der Zertifikate können die volkswirtschaftlichen Kosten minimal gehalten werden. In Österreich gibt es bislang kein entsprechendes System, dessen Ziele energetische Nachhaltigkeit, aber auch Kosteneffektivität sind.

Zum Zweck einer Einsparung von Endenergie durch Energieeffizienz steigernde Maßnahmen werden Einsparquoten an Energieversorgungsunternehmen vergeben, die diese mit sogenannten Weißen Zertifikaten decken müssen. Ein Weißes Zertifikat stellt eine Bestätigung für eine Energieeinsparung durch Energieeffizienz dar und kann vom EVU selbst oder einem Dritten erworben werden. Es wird erwartet, dass Unternehmen Zertifikate zukaufen, sobald ihre Kosten für Energieeffizienzmaßnahmen den Marktpreis übersteigen, welcher theoretisch in Höhe der Maßnahmenkosten des anderen Marktteilnehmers liegt. Die Handelbarkeit der Weißen Zertifikate garantiert daher die volkswirtschaftlich minimalen Kosten für die Erreichung des vorgegebenen Einsparziels.

Vorrangiger Nutzen ist das Schließen der Effizienzlücke (efficiency gap). Das Bestehen dieser bedeutet, dass Endenergieverbraucher Effizienzmaßnahmen nicht durchführen, obwohl diese sogar kosteneffektiv wären. Darüber hinausgehend ist die kostenminimale Erfüllung gewisser Vorgaben ein Nutzen aus dem System Weißer Zertifikate, egal ob diese Vorgaben gemäß ökologisch nachhaltigen (Umweltschutz), ökonomisch nachhaltigen (Versorgungssicherheit), oder internationalen (Klimapaket 20-20-20 der EU, eventuelle Nachfolgeverträge des Kyoto-Protokolls) Politiken gewählt wurden.

Vor Einführung eines Systems müssen u.a. folgende Aspekte genau definiert werden: Höhe des Einsparziels in z.B. kWh (z.B. nach dem EU-Klimapaket 20-20-20: 20%); anrechenbare Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und deren Mindestausmaß; betroffene Sektoren (normalerweise Haushalte und nicht-produzierendes Gewerbe); Vorgaben zum Handel der Zertifikate (zentral oder bilateral).
Durch Analyse spezifischer Literatur werden die genauen Wirkungsmechanismen eines Systems Handelbarer Weißer Zertifikate erarbeitet. Des Weiteren werden verschiedene Möglichkeiten der Auslegung des Systems präsentiert bzw. die Auslegung in ähnlichen internationalen (v.a. europäischen) Programmen betrachtet und evaluiert, im gegebenen Fall durch Interviews. Eine Analyse des österreichischen Strommarkts (Verbrauchsstruktur, generelles Umfeld) soll Aufschluss über das Potenzial und die Kosten/den Nutzen von Energieeffizienzmaßnahmen geben, um schlussendlich zu einer Empfehlung der optimalen Auslegung zu kommen.

Sollten Sie Fragen oder Anregungen zu den Projektinhalten haben, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

Kontakt 


Dieses Projekt wird aus Mitteln des Kima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des Programms "Neue Energien 2020" durchgeführt.

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